Valle Gran Rey Espléndido
DeutschEnglishCastellano
Der Platz

La Gomera mit ihrer fast kreisrunden Form und einer Gröβe von 369 km² ist die zweitkleinste Insel der kanarischen Inselgruppe. Sie liegt nahe der Insel Teneriffa, die an der engsten Stelle 28 km von ihr entfernt ist.


Seit dem letzten Vulkanausbruch vor etwa zwei Millionen Jahren spricht man geologisch gesehen von der ältesten Insel des Archipiels. Diese Tatsache ist Ursache einer Reihe von Besonderheiten, wie spektakuläre Schluchten, beeindruckende vulkanische Gebilde sowie Steilküsten von einzigartiger Schönheit, die hauptsächlich durch Erosion hervorgerufen wurden. Im Zentrum der Insel erhebt sich als höchster Punkt der Alto de Garajonay mit 1.487 m. Ihn umgibt der gleichnamige Nationalpark, der der Insel ein grünes Aussehen verleiht und ca. 11% des Inselgebietes ausmacht.


In Südwestern von Gomera die Gemeinde Valle Gran Rey liegt, die sich durch ihre herrlichen Landschaften und traditionellen Landbau charakterisiert.


Bis zum Ende der sechziger Jahre bildeten Ackerbau, Viehzucht und traditioeller Fischfang die wirtschaftlichen Grundlagen der Menchschen in Valle Gran Rey, doch dann begann nach und nach der Fremdenverkehr eine immer wichtigere Rolle zu spielen, so dass er heute gemeinsam mit der Land wirtschaft wirtschaftlicher Motor des Tales ist.


Unter dem Brauchtum gilt es insbesondere auf die Ernte-Dank-Zweige hinzuweisen, die anlässlich des Patronatsfestes von Aure zu Ehren des Heiligen Christus des Erlösers alljährlich am sechzehnten August dargebracht werden. Die Opfergabe dieses Tages wird aus den unterschiedlichstern Produkten des Landstrichs, aus Früchten, Blumen und traditionellem Gebäck, kunstvoll gestaltet und stellt eines der charakterististischsten Symbole der Volksfeste auf La Gomera dar. Nach uralter Überlieferung übernimmt eine Familie in Erfüllung eines abgelegten Gelübdes die Herstellung des Opferzweiges. Am Tag des Festes verwandelt sich dann ihr Haus in einen Ort der offenen Türen für alle diejenigen, die in irgendeiner Form an der Feier teilnehmen.


Zum Klang der großen, Kastagnetten ähnlichen Chácaras und Trommeln wird der Zweig in einer Prozession als Opfer dem Schutzheiligen dargebracht und darauf dann der Familie übergeben, die fúr das folgende Jahr die Aufgabe übernommen hat, diese einzigartige Tradition fortzuführen.


Dieser Brauch, einen solchen kunstvoll gearbeiteten Zweig als Dank für eine gute Ernte als Opfergabe darzubringen, ist auch zu anderen Festtagen innerhalb der Gemeinde übernommen worden. Als Beispiele seien die Tage der Schutzheiligen von Valle Gran Rey, der Muttergottes der Heiligen Drei Könige am sechsten Januar und der des Heiligen Hohannes des Täufers am dreiundzwanzigsten Juni in der Dreikönigskapelle genannt, sowie der zwei anderen Schutzpatrone von Arure, Unserer Lieben Mutter Gottes und St. Bonaventura am vierzehnten Juli.


Darüber hinaus weisen wir besonders auf die folgenden typischen Volksfeste hin: Unsere Liebe Frau von Fatima am dreizehnten Mai in Arure, St. Antonius von Padua am dreizehten Juni in Guadá, St. Peter am neunundzwanzigsten Juni in La Playa, Heilige Muttergottes im Carmen am sechzehnten Juli in Vueltas, Heilige Jungfrau der Guten Reise in Taguluche am letzten Wochenende im August und die Jungfrau von Coromoto in Las Hayas am ersten Septemberwochenende.


Valle Gran Rey hat es verstanden, seine alten Bräuche zu bewahren und gleichzeitig für eine nachhaltige Entwicklung zu kämpfen. So ist es heute in der Lage, seinen Gästen ein qualitativ hochwertiges touristisches Angebot in einer einzigartig schönen Umgebung zu unterbreiten.