| Natur und Küsten |
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La Gomera ist eine der steilsten Inseln der Kanaren und vermutlich sogar weltweit. Diese Charakteristik ist gemeinsam mit dem Klima dafür verantwortlich, dass wir auf ihr eine enorme Vielfalt an natürlichen Ökosystemen antreffen.
Landwirtschaftlicher Naturpark Valle Gran Rey.
Als Landwirtschaftliche Naturparks warden diejenigen Naturschutzgebiete bezeichnet, in denen Landwirtschaft, Viehhaltung oder Fischfang gemeinsam mit anderen Landschaftrräumen existieren, die sich durch ihr besonderes ökologisches Interesse auszeichnen, wobei sie zusammen mit jenen eine ökologische Kulturlandschaft bilden, die es zu schützen gilt. Der Landwirtschaftliche Naturpark Valle Gran Rey erstreckt sich über 1992,8 ha und reicht von der Küste bis hinauf in eine Höhe von 1020 Metern. Er umfasst die beiden höchsten Berge, die das Tal säumen, den La Merca und den Teguerguenche, un den Teil des Tales von La Casa de La Seda bis Risco de Guadá.
Zur Fauna des Naturschutzgebietes gehört eine der weltweit am meinsten bedrohten Wirbeltiearten, denn es ist der letzte Zufluchtsort der Rieseneidechse von La Gomera. Zu Füβen des Risco de La Merca befindet sich auch das Schutzzentrum zu seiner Wiederaufzucht, in dem ein ehrgeiziges Project durchgeführt wird, das sein Aussterben verhindern soll.
Der Garajonay-Nationalpark
Der dem Netz der spanischen Nationalparks angeschlossene Garajonay erstreckt sich über die Bergwälder der Inselmitte. Es wurde 1986 auf Grund seiner biologischen Besonderheiten und Vielfalt, vor allem aber wegen der enormen Bedeutung seines Lorbeerwaldes zum Erbe der Menschheit erklärt. Der Wald ist eine Reliquie aus geologischer Urzeit. Er ist einer der letzten Überlebenden der während der Eiszeiten fast gänzlich auf der Welt verschwundenen subtropischen Urwälder.
Wissenschaftliches Schutzgebiet Charco del Conde
Das sich über 10,7 ha erstreckende Schutzgebiet reicht von Meereshöhe bis in eine Höhenschicht von 18 m. Sein Ziel ist der Schutz der kanarischen Tamarisken-Gemeinschaften (Tamarix Canariensis), Traganum moquini und Salsola opositifolia.
Wissenschaftliches Schutzgebiet Charco del Cieno
Es handelt sich um ein Küsten-Ökosystem an der Küste von Valle Gran Rey, das sich durch seine halophile Flora (Tamarix Canariensis) und durch das Vorhandensein einer kleiner Dünenlandschaft auszeichnet.
Das Naturmonument Lomo del Carretón
Die sich von einer Höhe von 450 bis 850 Meter über Taguluche erhebende Bergwand ist Zufluchtsort einer groβen Anzahl botanischer Endemiten. Die Vegetation der Bachbetten in den Schluchten und an den Hängen der felsigen Berge wird vor allem von Roht, Binse, Drüsigem Wasserdost, Brombeere, balo, Fliegenblume, Feigenkaktus, Wolfsmilch, Kandelaber-Wolfsmilch, Oleanderblättriger Kleinie, Blättchenreicher Drüsenfrucht, Kanarischer Kiefer und Monterey-Kiefer bestimmt. Unter allen ihnen ragt besonders die Kanarische Palme (Phoenix Canariensis) heraus, die sich auf natürliche Weise verbreitet hat, bis sie die Flussbetten der Schluchten in wahre Palmenhaine verwandelte.
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